Archiv der Kategorie 'Allgemein'

ADO-Mieter_innen vernetzen sich

Wir und andere ADO-Mieter_innen haben sich vernetzt um zukünftig gemeinsam auf unsere Probleme mit der Immobilienfirma aufmerksam zu machen. Die Initiative wurde in zwei Artikel erwähnt:

Neues Deutschland 14.04.2018
Initiativen fordern Kurswechsel
Wohnungspolitik soll radikal geändert werden, Rot-Rot-Grün unterstützt Bündnis

Mieter vernetzen sich
Mieter aus Häusern, die zum Firmengeflecht des börsennotierten Immobilienkonzerns ADO Properties S.A. gehören, haben begonnen sich stadtweit zu vernetzen. Nach rasantem Wachstum in den vergangenen drei Jahren besitzt ADO mittlerweile rund 21 000 Wohn- und 1340 Gewerbeeinheiten in Berlin, vorwiegend in begehrten innerstädtischen Lagen. Die Strategie von ADO ist: Aufwertung der Wohnungen durch Modernisierungen, verbunden mit Druck auf Mieter, die Wohnungen aufzugeben. damit sie anschließend deutlich teurer vermietet werden können. […] Insgesamt ein offenbar erfolgversprechendes Geschäftsmodell. Der Preis der ADO-Aktie hat sich seit der Emission an der Frankfurter Börse im Juli 2015 mehr als verdoppelt, von 20 auf 45 Euro. balc

MieterEcho 12.04.2018
ADO-Mieter/innen wollen sich weiter vernetzen
Immobilienkonzern setzt konsequent auf Aufwertung und hohe Mietsteigerungen

Wenn ihr auch Probleme mit ADO habt und euch vernetzten wollt, schreibt uns: antiado@riseup.net

Am 15. April ist der „Tag der guten Tat“ der Immobilienfirma ADO – und es ist dringend Zeit dafür!

Pressemitteilung einer Initiative von Mieter*innen der Firma ADO Immobilien GmbH

(Berlin, 12.04.18) Mieter*innen verschiedener Häuser, die in den letzten Jahren von der ADO Immobilienmanagement GmbH aufgekauft wurden und von ihr verwaltet werden, fordern die Firma dazu auf, sich nicht nur einen Tag im Jahr für ein „ein besseres und verantwortungsvolleres Miteinander einzusetzen“.

Am 15. April 2018 ist ADO Teil des jährliches Charity-Projekts „Tag der guten Tat“ („Good Deeds Day“). Vor zwei Jahren sagte Rabin Savion, CEO von ADO Properties dazu: „Wir freuen uns, dass wir im Rahmen des Good Deed Days einen kleinen Beitrag für Berlin und damit auch für unsere Mieter leisten können […].“
Wir Mieter*innen von ADO sagen: „Dankeschön, liebe ADO, genau das brauchen wir von Ihnen! Tun Sie uns endlich etwas Gutes, denn vom Schlechten hatten wir schon mehr als genug. Zum Beispiel:

  • völlig überhöhte Betriebskostenabrechnungen, von denen z.B. ein großer Batzen an die Reinigungsfirma Central Facility Management GmbH geht, die „rein zufällig“ dieselben Geschäftsführer*innen hat wie die ADO…
  • ewig verschleppte Mängelbeseitigung
  • Bedrohung unseres Wohnraums durch Umwandlung in Eigentumswohnungen
  • überteuerte Mieten insbesondere bei Neuvermietungen
  • und andere Strategien, die klar machen: die ADO richtet ihr Handeln nicht an den Interessen der Mieter*innen aus, sondern zielt allein auf Profitsteigerung ab
  • Die ADO ist mit ihrem Handeln nicht allein: Überall in Berlin passiert Ähnliches. Leute werden aus ihren Wohnungen verdrängt und finden keinen bezahlbaren neuen Wohnraum. Auf dem Wohnungsmarkt stehen Profite im Vordergrund und nicht Menschen. Wer wenig Geld hat, auf barrierefreies Wohnen angewiesen ist, bei der Wohnungssuche mit Rassismus seitens der Vermieter*innen rechnen muss oder aus anderen Gründen Diskriminierung ausgesetzt ist, hat auf dem Wohnungsmarkt besonders schlechte Chancen. Wir haben keine Lust auf solche Zustände. Stattdessen wollen wir: Schöner Wohnen für alle!

    Deshalb, liebe ADO:
    Symbolische 10.000 Euro für eine Kita (o. Ä.) einmal im Jahr ist eine hübsche Sache. Aber wie wäre es stattdessen mit 365 Tagen der guten Tat im Jahr?

    Wir rufen daher alle ADO-Mieter*innen dazu auf, am Samstag gemeinsam mit tausenden Mieter*innen bei der #MIETENWAHNSINN-Demonstration auf die Straße gehen.

      Mehr Informationen zum Good Deeds Day der ADO:

    2015 Zille-Grundschule
    2016 Anna-Seghers-Schule
    2017 Arche

    Kontakt: antiado@riseup.net

    Verdrängung trotz Milieuschutz

    Die Umwandlung unseres Hauses in Eigentumswohnungen musste vom Bezirksamt genehmigt werden. Und das obwohl wir uns im Milieuschutzgebiet befinden, wo dies eigentlich nicht passieren sollte. Aber das Gesetz hat große Lücken. Und wir nicht die einzigen Mieter_innen die davon betroffen sind. Darüber berichtet ein Artikel in der taz in dem auch wir erwähnt werden:

    Wirkungslose Verordnung
    Umwandlungen trotz Milieuschutz
    Das Geschäft mit der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen geht weiter. Das belegen die aktuellen Zahlen aus Friedrichshain-Kreuzberg.
    17. 12. 2017, Erik Peter, Uwe Rada

    Jochen Biedermann, der zuständige Stadtrat, kennt das Problem. Bei einem ähnlichen Fall in der Weserstraße musste der Antrag der Immobilienfirma ADO auf Umwandlung ebenfalls genehmigt werden. Auch da hatte sich der Eigentümer bereit erklärt, sieben Jahre lang ausschließlich an die Mieter zu verkaufen. Biedermann nannte das eine „Scheunentorausnahme“.

    Festliche Nachbarschaft …

    … statt festliche Profite!
    Festliche Nachbarschaft statt festliche Profite!

    Hast du auch Probleme mit ADO Immobilien GmbH? Wird dein Haus in Eigentumswohnungen umgewandelt? Sind deine Betriebskosten von Jahr zu Jahr grundlos teurer? Investiert ADO nicht in die Instandhaltung deines Hauses? Hast du Angst dir deine Wohnung bald nicht mehr leisten zu können oder wegen Eigenbedarf gekündigt zu werden? Melde dich bei uns! Wir haben die gleichen Probleme und möchten uns mit anderen ADO-Mieter_innen vernetzen und Informationen austauschen. Schreib uns eine E-Mail: antiado@riseup.net.

    Offener Brief an Katrin Lompscher

    Rosi bleibt! hat einen offenen Brief zur Situation der Mieter*innen Maybachufer 40-42 und Manitiusstraße 17-19 an Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen in Berlin (Die Linke) zusammen mit 20 anderen Initiativen unterzeichnet.

    Die Mieter*innen aus ehemaligem sozialen Wohnungsbau in der Manitiusstraße/Maybachufer sind von enormer Mietsteigerung und dadurch sehr wahrscheinlicher akuter Verdrängung betroffen. Der Vermieter, die Maybachufer GmbH & Co. KG, verlangt von ihnen eine Mieterhöhung auf einen Quadratmeterpreis in Höhe von 9,82 Euro Nettokaltmiete. Diese Forderung ist besonders unverschämt, da er bei Erhalt eines Darlehens der Investitionsbank Berlin in Höhe von 2,8 Millionen Euro eine Vereinbarung unterschrieb, die ihm eine Mieterhöhung in dieser Höhe untersagt. Doch der Vermieter sieht sich an die Vereinbarungen nicht mehr gebunden, da ihm das Darlehen im Wege der wirtschaftlichen Sanierung erlassen wurde.

    Ein Geschenk von fast 3 Millionen Euro missbraucht die Maybachufer GmbH & Co. KG, um ihre Mieter*innen mit hemmungslos überzogenen Mietforderungen zu drangsalieren und sie aus ihren Wohnungen zu drängen. Das ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.

    Der Brief und die konkreten Forderungen an Frau Lomscher kann auf der Webseite der Initiative GloReiche gelesen werden.

    Artikel im Neuen Deutschland zum Thema:
    Jura-Professor will Sozialmietern helfen. Mit einer neu formulierten Rechtsverordnung könnten die Mieten Zehntausender Sozialwohnungen sinken, 11.12.17, Nicolas Šustr